Riester-Entscheidungshilfe | Vertrag kündigen oder ruhen lassen | Kosten

Riester – laufende Kosten kontra Verlust bei vorzeitiger Auszahlung

Ohne erheblichen finanziellen Verlust wird sich ein Riester-Vertrag kaum vorzeitig kündigen lassen. Insoweit ist zu überlegen, diesen ruhend zu stellen, also keine weiteren Einzahlungen vorzunehmen. Das bewirkt jedoch zunächst die Nachteile,

  • dass künftige staatliche Zulagen sowie Steuervergünstigungen

entfallen. Im Weiteren werden die vorgesehenen

  • Verwaltungskosten für den ruhend gestellten Vertrag

anfallen. Hier ist zu überlegen, zu welchem

  • Gesamtbetrag sich diese bis Rentenbeginn

aufaddiert haben. Möglicherweise ist es eine Alternative, ein Wohn-Riester Darlehen in Anspruch zu nehmen.

Letztlich ist es so, dass sich das verrentungsfähige Kapital an den erfolgten Einzahlungen abzüglich aller einmaligen und laufenden Kosten bemisst. Dabei sind auch die

  • in der Auszahlungsphase anfallenden Verwaltungskosten

mit zu berücksichtigen.


Kosten des Riester-Vertrages

Die Anbieter haben die einzelnen Kosten des Vertrages nach amtlich vorgeschriebenem Muster (Produktinformationsblatt) auszuweisen (§ 7 Abs. 1 AltZertG). Dabei ist zu unterscheiden zwischen

  1. Ansparphase
  2. Auszahlungsphase
  3. Kosten für einzelne Anlässe

In der Riester-Ansparphase fallen

  1. Abschluss und Vertriebskosten sowie
  2. Verwaltungskosen an.

Bei den Abschluss- und Vertriebskosten sind auszuweisen

die Kosten insgesamt sowie

      • Prozentsatz der vereinbaren Beiträge
      • Prozentsatz je Sonderzahlung

Die Verwaltungskosten gliedern sich auf in

voraussichtliche Verwaltungskosten insgesamt im ersten vollen Vertragsjahr sowie

      • jährlich anfallende Kosten,
      • Prozentsatz des gebildeten Kapitals
      • Prozentsatz der vereinbarten Beiträge
      • Prozentsatz je Sonderzahlung

In der Riester-Auszahlungsphase

fallen jährlich Verwaltungskosten bezogen auf die Altersleistung an.

Unter Riester-Kosten für einzelne Anlässe

sind insbesondere Aufwendungen des Versorgungsausgleichs nach Festlegung des Familiengerichts zu verstehen.


Kein gutes dem schlechten Riester-Geld hinterherwerfen

Im Einzelfall kann es durchaus sinnvoll sein, einen Schlussstrich zu ziehen. Das heißt, sich das angesparte Kapital, nach Abzug der

  1. Abschluss- und Vertriebskosten,
  2. Verwaltungskosten
  3. unter Rückrechnung der Zulagen sowie erhaltenen Steuervergünstigungen

auszahlen zu lassen.

Ja, das ist in aller Regel ein Verlustgeschäft für den Versicherten. Aber immerhin ist dieses nicht spekulativ und ermöglicht die Investition des verbliebenen Kapitals in geeignetere Geldanlagen zur Altersabsicherung.


     

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