Rentenminderung

Rentenminderung –

rentiert sich die Ausgleichszahlung?

Rentenabschläge bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente lassen sich durch eine Ausgleichszahlung vermeiden:

Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze können Rentenminderungen durch die vorzeitige Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters durch Zahlung von Beiträgen ausgeglichen werden. Somit ist auch bei vorzeitigem Rentenbeginn eine volle Rente möglich.

Berechnung:

Ausgangspunkt der Berechnung sind Ihre persönlichen Entgeltpunkte. Für jeden Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme erfolgt ein Abzug von 0,30 Prozentpunkten.

Weist Ihr Rentenkonto beispielsweise 40 Entgeltpunkte aus und Sie möchten 3 Jahre früher in Rente gehen, erfolgt ein Abzug in Höhe von 4,32 Entgeltpunkten. Die Höhe der Ausgleichszahlung bestimmt sich nach § 187a Abs. 3 S. 1 SGB VI.


Rentabilität der Ausgleichszahlung:

Am 01.07.2016 beträgt der Rentenwert, der einem Entgeltpunkt entspricht, 30,45 Euro (West). Bei Zurechnung von 4,32 Entgeltpunkten erhöht sich die Monatsrente somit um 131,54 Euro. Demgegenüber steht der nach vorgenannter Bestimmung zu errechnende (variable) Kapitaleinsatz.

Die Verzinsung des eingezahlten Kapitals beläuft sich immerhin auf 4,80 Prozent jährlich. Jedoch ist die konkrete Rentenbezugsdauer unbekannt. Die statistische Lebenserwartung ist ein Durchschnittswert, der sich persönlichen Überlegungen nur bedingt zugrunde legen lässt.


dauerhafte Rendite?

Problematisch ist, dass der Ruheständler das zur Ausgleichszahlung erforderliche Kapital ausschließlich auf die Karte „gesetzliche Rentenversicherung“ setzen würde. In welcher Höhe künftig Rentenzahlungen erfolgen, vermag heute niemand mit Sicherheit zu sagen.

Deshalb sollten andere Formen der Altersabsicherung mit in Betracht gezogen werden.


Arbeitgeberbeteilung

Möglicherweise beteiligt sich Ihr Arbeitgeber an den Ausgleichsbeträgen. In der Praxis kommt dies durchaus vor. Bitte klicken Sie auf diesen Link und lesen weiter.


 

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