Rentenabschlag verhindern

Rentenabschlag – finanzielle Nachteile verhindern

Jeder Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme der Renten

  • wegen Alters,
  • wegen verminderter Erwerbsfähigkeit
  • bei Erziehungs- und Hinterbliebenenrenten,

mindert den Rentenanspruch um 0,30 Prozent (§ 77 SGB VI).

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Rentenabschlag: 0,30 Prozent monatlich

Es sei denn, die Minderung wird der Rentenversicherung „abgekauft“. Das heißt, durch Entrichten von Rentenbeiträgen ausgeglichen (§ 187a SGB VI). Zumeist bewegen sich die zum vollständigen Ausgleich der Rentenminderung erforderlichen Beitragszahlungen im höheren fünfstelligen Bereich. Näheres zur Ausgleichszahlung und deren Berechnung finden Sie, wenn Sie hier anklicken.

Keineswegs jeder verfügt über die erforderlichen Geldmittel. Wer die Ausgleichszahlung zu Ihren Gunsten vornimmt, ist jedoch unerheblich.

Arbeitnehmer haben oftmals einen Vorteil:

In der Praxis liegt der Schlüssel zur Vermeidung finanzieller Nachteile in einer Verständigung mit dem Arbeitgeber. Es gilt zunächst zu berechnen, welcher (betriebs-)wirtschaftlicher Vorteil ihm aus dem vorzeitigen Ausscheiden seines älteren Mitarbeiters entsteht.

Arbeitgeber hat in der Regel keinen Anspruch darauf, dass Sie vorzeitig in Ruhestand gehen

Ein Arbeitgeber hat in der Regel keinen Anspruch darauf, dass Sie (vorzeitig) in Rente gehen.

Unabhängig davon, aus welchem Grund Sie in Frührente gehen möchten – viele Arbeitgeber haben ein offenes Ohr für das Anliegen älterer Mitarbeiter. Die Ihnen entstehenden rentenwirksamen Nachteile lassen sich begründet darlegen und letztlich präzise berechnen.


 

Personalkostenhochrechnungen und Branchenkennzahlen sind Berechnungsgrundlage

Mittels Personalkostenhochrechnungen und Branchenkennzahlen läßt sich ermitteln, inwieweit dem Arbeitgeber aus dem vorzeitigen Ausscheiden eines älteren Mitarbeiters ein geldwerter Vorteil erwächst. Gerne bin ich Ihnen bei Vergleichsberechnungen behilflich. Diese sind eine bewährte und nachvollziehbare Grundlage für Arbeitgebergespräche.

Es liegt auf der Hand, dass ein solches Beendigungsgespräch einer sorgfältigen Vorbereitung bedarf. Es bringt nichts, mit der Tür in das Büro Ihres Chefs zu fallen. Immerhin wollen Sie eine Botschaft übermitteln, die erhebliche Auswirkungen auf den Betriebsablauf haben kann. Er weiß nachfolgend, dass Sie ernsthaft überlegen, aus dem Arbeitsverhältnis auszuscheiden. Als vorausschauend handelnder Vorgesetzter wird er zu disponieren wissen.


 

Vorzeitig in Rente – Zusammenwirken von Arbeitnehmer und Rentenberater

Deshalb ist es oftmals sinnvoll, über einen zunächst unverfänglichen, jedoch rentenbezogenen, Anlaß das Gespräch zu suchen. Ziel ist es, unverbindlich den Standpunkt des Arbeitgebers auszuloten und dessen Handlungsspielraum zu erfragen – ohne dass Sie sich festlegen müssen. Ein wechselseitiges Auftreten von Rentenberater und Arbeitnehmer gegenüber dem Personalleiter hat sich in der Praxis als zielführend erwiesen.

Auf Wunsch begleite ich Sie auch zum Arbeitgebergespräch und unterstütze Sie beim Schriftverkehr.


Rentenabschlag verhindern: finanzielle Auswirkungen

Rechnerisch ist es sinnvoll, den Rentenantrag möglichst spät einzureichen. Jeder weitere Beitragsmonat erhöht den künftigen Rentenanspruch.

Blick nicht allein auf den Rentenabschlag richten

Der Fokus sollte jedoch nicht alleine auf dem zu erwartenden Rentenabschlag liegen. Dieser beträgt 0,30 % für jeden Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme der Rente. Zu berücksichtigen sind insbesondere Rentenverluste aufgrund fehlender Beitragszahlungen. Je nach persönlichem Bruttoeinkommen und der bereits erworbenen Rentenanwartschaft kann der monatliche Rentenverlust mehrere hundert Euro betragen. Dieser Rentenabschlag wirkt sich dann über die gesamte Bezugsdauer der Rente aus.

Deshalb ist zu überlegen, ob es Handlungsmöglichkeiten gibt, die finanziellen Nachteile des Rentenabschlags zu vermindern:


 

Ein Rechenbeispiel, wie sich der Rentenabschlag auf die Rentenhöhe auswirkt:

Der Arbeitnehmer Herr S. wurde am 01.01.1953 geboren und ist heute 62 Jahre alt. Laut Rentenauskunft der Deutschen Rentenversicherung Bund beträgt die bisher erreichte Rentenanwartschaft 1.100,00 Euro. Die Regelaltersrente von 65. Lebensjahren ist in seinem Geburtsjahrgang um 7 Monate anzuheben.

Herr S. könnte also zum 01.08.2018 in Regelaltersrente gehen. Bei einem angenommenen Bruttoeinkommen von 3.500,00 Euro würde sich seine Rente auf ca. 1.274,32 Euro monatlich belaufen.

1. Verlust von Entgeltpunkten

Herr S. könnte aber auch die vorgezogene Altersrente mit 63 in Anspruch nehmen und bereits am 01.01.2016 in den Ruhestand gehen. Über 31 Monate würde er dann jedoch keine Rentenbeiträge entrichten. In dieser Zeit wären ihm sonst ca. 3,20 rentenwirksame Entgeltpunkte zuerkannt worden. Im Ergebnis bewirkt dies eine Rentenminderung um ca. 95,00 Euro monatlich. Seine Rente beträgt somit nur noch 1.179,32 Euro.

2. Abzug für vorzeitige Inanspruchnahme der Rente – Rentenabschlag vermeiden

Von dieser rechnerischen Rente sind jedoch weitere 9,30 % für die Zeit der vorzeitigen Inanspruchnahme abzuziehen. Seine tatsächliche Brutto-Altersrente beläuft sich jetzt auf 1.069,64 Euro. Im Ergebnis muß Herr S. bei einem Rentenbeginn mit 63. Lebensjahren einen monatlichen Rentenabschlag in Höhe von 204,68 Euro hinnehmen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern des Geburtsjahrganges 1953 beträgt gemäß statistischem Bundesamt 81 Jahre. Die vorzeitige Inanspruchnahme der Rente wird Herrn S. bis dahin ca. 44.000,00 Euro gekostet haben.

3. Einkommensverlust – Rentenabschlag vermeiden

Dies ist aber nur eine Seite der Medaille. Herr S. erzielt heute Bruttoeinkünfte in Höhe von 3.500,00 Euro monatlich. In der Lohnsteuerklasse 3, ohne berücksichtigungsfähige Kinder, beläuft sich sein Nettoeinkommen auf ca. 2.418,00 Euro. Mit Eintritt in den vorzeitigen Ruhestand fehlen ihm monatlich ca. 1.348,36 Euro. Er könnte jedoch sein Arbeitsverhältnis auch bis zur Regelaltersgrenze fortführen. Diese wird er in 31 Monaten erreichen. Bei vorzeitiger Altersrente mit 63 entsteht ihm ein weiterer Verlust in Höhe von ca. 42.000,00 Euro. Im Ergebnis muß Herr S. ca. 86.000,00 Euro aufwenden, um zweieinhalb Jahre (31 Monate) früher in Rente gehen zu können.

 


– Bundesweite Beratung und Terminwahrnehmung –

Rentenberatung Martin Ziemann | Klaus-Groth-Strasse 8 | 23843 Bad Oldesloe

Telefon: 04531-8976249 | Telefax: 04531-8941328

E-Mail: epost@rentenberatung-ziemann.de


 

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