Reha-Entlassungsbericht |

Reha-Entlassungsbericht als sozialmedizinisches Gutachten

Zunächst informiert der Reha-Entlassungsbericht die in der medizinischen Nachsorge tätigen Ärzte (z.B. Haus-/Facharzt) über das Behandlungsergebnis aus sozialmedizinischer Sicht. Das heißt, er gibt Auskunft über Leistungseinschränkungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht (funktionale Einschränkungen und zeitliche Einstufung des Leistungsvermögens). Der medizinische Entlassungsbericht beschreibt anhand klar strukturierter Kriterien das verwertbare Leistungsvermögen des Rentenversicherten. Dies ist entscheidend, da der Reha-Entlassungsbericht der als sogenanntes sozialmedizinisches Gutachten zu verstehen ist. Beim Antrag auf Erwerbsminderungsrente und etwaiger sozialgerichtlicher Klage dient das ärztliche Gutachten als eine wichtige Entscheidungsgrundlage und etwaiges Beweismittel.


Reha-Entlassungsbericht hat auch wirtschaftliche Bedeutung

 

Reha-Entlassungsbericht | Gutachten | Arzt | Erwerbsminderung | Berufsunfähig | teilweise | arbeitsfähig

Arbeitsfähig oder erwerbsunfähig?

Dem Reha-Entlassungsbericht kommt in der Praxis aber auch eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung zu. Solange dieser von der Reha-Klinik nicht geschrieben wurde, ist der gesundheitliche Status des Rehabilitanden formal ungeklärt. Andere Sozialleistungsträger, z. B. Krankenkassen im Falle fortgesetzter Arbeitsunfähigkeit, sind dann oftmals gehalten, Einkommensersatzleistungen weiterhin auszuzahlen. Als Reha Erfolg ist somit nicht alleinig die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit zu verstehen. Die Rehabilitation ist abschließend erfolgreich, wenn der Reha-Entlassungsbericht (zügig) ausgefertigt worden ist.

 


Auswirkungen in der Praxis auf die Erwerbsminderungsrente

Im Vorstehenden mag der Leser eine der Ursachen erkennen, warum die sozialmedizinische Beurteilung eher selten eine rentenwirksame Minderung des qualitativen und quantitativen Leistungsvermögens des Rehabilitanden ausweist.

Keine Möglichkeit am Erwerbsleben teilzunehmen hat (unter Umständen) derjenige Versicherte, der unter schweren spezifischen Leistungsbehinderungen bzw. ungewöhnlicher Leistungseinschränkung leidet. Das Bundessozialgericht hat eine Reihe atypischer Fälle benannt:

  • Einschränkungen der Arm und Handbewegungen und der Notwendigkeit des halbstündigen Wechselns vom Sitzen zum Gehen,
  • wenn besondere Schwierigkeiten hinsichtlich der Gewöhnung und Anpassung an einen neuen Arbeitsplatz vorliegen,
  • wenn zwei zusätzliche Pausen von je 15 Minuten einzulegen sind und weitere Einschränkungen bestehen.

 

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