Entgeltumwandlung | Betriebsrente | Altersvorsorge

Entgeltumwandlung – Betriebsrente Arbeitnehmer

 

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Gehaltsumwandlung ermöglicht Zusatzrente mit guter Rendite

Aufgrund sinkender Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung gehört die betriebliche Altersvorsorge zur wichtigen zweiten Säule der Altersversorgung.

Arbeitnehmer haben das Recht, Teile ihres Gehalts steuer- und sozialabgabenfrei zum Aufbau einer Betriebsrente zu verwenden.

 


Arbeitnehmer können durch Entgeltumwandlung einen ansehnlichen Vermögenszuwachs erzielen

Nach § 1a Absatz 1 Satz 1 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) kann der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber verlangen, dass von seinen künftigen Entgeltansprüchen bis zu vier Prozent der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung durch Entgeltumwandlung für seine betriebliche Altersversorgung verwendet werden.


 

Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?

Die Beitragsbemessungsgrenze dient zunächst als Berechnungsgrundlage zur Ermittlung der Rentenversicherungsbeiträge. Von dieser werden die Beiträge in einem Vomhundertsatz (Beitragssatz) von der Beitragsbemessungsgrundlage erhoben. Dies jedoch höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze (§ 157 SGB VI).

Die Beitragsbemessungsgrenze ändert sich jeweils zum 01. Januar eines Jahres (§ 159 Satz 1 SGB VI). Die gesetzlichen Grundlagen der Beitragsbemessung finden sich im sechsten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) in den Paragraphen 161 – 167.


 

Steuerliche Förderung

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die steuerliche Förderung bei Entgeltumwandlung ist erheblich

Durch die steuerliche Förderung der Umwandlung Ihres Bruttogehaltes in eine betriebliche Altersvorsorge ergeben sich oftmals interessante Renditen. Beispielsweise konnten im Jahr 2014 monatlich bis zu 238,00 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei in eine betriebliche Altersvorsorge eingezahlt werden (Höchstbeitrag 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung gemäß § 1a Abs. 1 S. 1 BetrAVG).

Rechenweg:

Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung 2014: 71.400,00 Euro

71.400,00 Euro x 4 Prozent (Höchstbeitrag) / 12 Monate = 238,00 Euro


Bei neu abgeschlossenen Verträgen können Sie monatlich weitere 150,00 Euro steuerfrei, aber sozialversicherungspflichtig umwandeln (§ 3 Nr. 63 EStG). Möglich ist es auch, Guthaben auf Arbeitszeitkonten (z. B. Überstunden) hierfür zu verwenden.

Es ist also nicht erforderlich, dass Sie bereits versteuerte Einkünfte einsetzen. Arbeitnehmer können verlangen, dass ihnen der Arbeitgeber einen Durchführungsweg anbietet, der die Inanspruchnahme staatlicher Förderung (Riester-Zulagen) ermöglicht. Hier sind jedoch Eigenbeiträge aus dem Nettoeinkommen zu entrichten.


Arbeitgeber

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beteiligt sich Ihr Arbeitgeber an der betrieblichen Altersvorsorge?

Oftmals beteiligt sich auch der Arbeitgeber finanziell an der betrieblichen Altersvorsorge. Verpflichtet ist er hierzu jedoch nicht. Auf jeden Fall erwerben Sie aufgrund der erfolgten Enteltumwandlung einen eigenen Rechtsanspruch auf Rentenzahlungen aus der betrieblichen Altersvorsorge.

 


Renteneinkünfte aus der betrieblichen Altersversorgung sind zu versteuern

Erträge aus der betrieblichen Altersversorgung müssen Sie später als Rentenbezieher versteuern (sogenannte nachgelagerte Besteuerung). Die Einnahmen eines Rentners sind in der Regel jedoch geringer als die eines Arbeitnehmers. Aufgrund der dann niedrigeren Steuersätze ergibt sich ein echter Steuer- und Vermögensvorteil.

Dies ist insbesondere deshalb von Bedeutung, da die Geldleistungen der gesetzlichen Rente voraussichtlich weiter absinken werden. Im Jahr 2014 beträgt das Eckrentenniveau (auch Standardrentenniveau genannt) in den alten Bundesländern 47,90 % des Durchschnitteinkommens in Höhe von 34.514,00 Euro . Somit betrug die monatliche Eckrente 1,378,00 Euro (netto vor Steuern – d.h. Sozialversicherungsabgaben sind bereits abgeführt – aber noch keine Steuern)

Diese Angabe bezieht sich auf einen Durchschnittsverdiener mit einer abschlagsfreien Altersrente nach 45 Beitragsjahren.


 

Für Arbeitnehmer wichtige Kriterien bei der Entscheidungsfindung, welche Form der Betriebsrente die Richtige ist, sind:

 

Ausnahme – Tarifvorbehalt

Der Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung unterliegt einem sogenannten Tarifvorrang (§ 17 Abs. 5 BetrAVG). Nach Tarif vergütete Arbeitnehmer können die Entgeltumwandlung nur dann vornehmen, wenn die Zulässigkeit im Tarifvertrag vereinbart wurde (Öffnungsklausel).

Das Wirksamwerden dieses Vorrangs setzt aber zunächst voraus, dass sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer tarifgebunden sind. Beide müssen Mitglied jener Tarifvertragspartei (d.h. Arbeitgeberverband bzw. Gewerkschaft) sein, die den Tarifvertrag vereinbart hat.

Mitarbeiter, die keiner Gewerkschaft zugehörig sind, haben auch dann einen Anspruch auf Entgeltumwandlung, wenn der Arbeitgeber nach Tarif bezahlt. Eine Ausnahme besteht jedoch, wenn der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt wurde (§ 5 Abs. 1 Tarifvertragsgesetz). Hier wäre eine Klärung anhand des konkreten Einzelfalls erforderlich.


 

Entgeltumwandlung Arbeitnehmer – Beispielrechnung:

Arbeitnehmer erzielen bei Entgeltumwandlung einen ansehnlichen Vermögenszuwachs – wie nachfolgendes Beispiel zeigt.

Beispielrechnung (Jahr 2014):

Arbeitnehmer, über 23 Jahre, kinderlos, Lohnsteuerklasse I, Kirchensteuer: nein, Bundesland Schleswig-Holstein, keine vermögenswirksamen Leistungen

Umwandlungsbetrag: 238,00 Euro monatlich

 

Beispiel ohne betriebliche Altersvorsorge:

Bruttogehalt 2.500,00 Euro
Gesamtbrutto 2.500,00 Euro
Steuern gesamt 345,42 Euro
Abgaben Sozialversicherung 510,63 Euro
Nettogehalt 1.643,95 Euro
Auszahlungsbetrag 1.643,95 Euro
Arbeitgeberbrutto 2.981,88 Euro

 

Beispiel mit betrieblicher Altersvorsorge:

Bruttogehalt 2.500,00 Euro
Vorsorgebetrag    238,00 Euro
Gesamtbrutto 2.262,00 Euro
Steuern gesamt    284,15 Euro
Abgaben Sozialversicherung    462,01 Euro
Nettogehalt 1.753,84 Euro
Überweisung betriebliche Altersvorsorge    238,00 Euro
Auszahlungsbetrag 1.515,84 Euro
Arbeitgeberbrutto 2.963,01 Euro

 

Entgeltumwandlung – Ergebnis:

Für eine monatliche Einzahlung (Entgeltumwandlung) in die BetrAV in Höhe von 238,00 € muß der Arbeitnehmer im vorstehenden Beispiel auf lediglich 128,11 € seines Gehalts verzichten.

Nach 40 Beitragsjahren ist aufgrund eigener Einzahlungen ein Kapital von 114.240 Euro angespart. Bei einer Verzinsung von wenigstens 1,25 % beläuft sich der Zinsertrag auf 33.811,34 Euro. Der zur Verrentung oder als Einmahlzahlung zu Verfügung stehende Entgeltumwandlung beträgt somit 148.051,34 Euro.

Mit Beginn der Rente ist die Entgeltumwandlung aus der betrieblichen Altersversorgung zu versteuern (nachgelagerte Besteuerung). Im Rentenalter sind die Einkünfte jedoch zumeist niedriger als im Erwerbsleben. Nicht zuletzt aufgrund des dann niedrigeren Steuersatzes ergibt sich ein echter Steuer- und Vermögensvorteil.

Beim Durchführungsweg einer Direktversicherung ist ab 2015 eine Verzinsung von wenigstens 1,25 % garantiert Lebensversicherungsreformgesetz – LVRG vom 01.08.2014).


– Bundesweite Beratung und Terminwahrnehmung –

Rentenberatung Martin Ziemann | Klaus-Groth-Strasse 8 | 23843 Bad Oldesloe

Telefon: 04531-8976249 | Telefax: 04531-8941328

E-Mail: epost@rentenberatung-ziemann.de


 

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