Betriebsrente Arbeitgeber | Durchführungswege | Rentenberatung | Rentenberater

Betriebsrente – Arbeitgeber

 

Betriebsrente | fünf | 5 | durchfuehrungsweg | Pensionszusage | direktversicherung | pensionskasse | pensionsfonds | unterstützungskasse | durchführungsweg | betriebliche altersvorsorge | verwaltung | vertragsgestaltung

in der rechtlichen Bewertung der Vertragsmodalitäten zur betrieblichen Altersvorsorge liegt zunächst die Herausforderung

Ein passendes Konzept der Betriebsrente bzw.  betrieblichen Altersvorsorge für alle Betriebsarten gibt es so nicht. Als Arbeitgeber haben Sie es jedoch in der Hand, aus den sogenannten fünf Durchführungswegen der Betriebsrente auszuwählen:

1. Pensionszusage
2. Direktversicherung
3. Pensionskasse
4. Pensionsfonds
5. Unterstützungskasse

 


In Abhängigkeit zur Branche, Betriebsgröße und Betriebsstruktur sind die Durchführungsmerkmale der Betriebsrente ein wichtiges Auswahlkriterium:

So ist beispielsweise

der Durchführungsweg der Pensionszusage als Einziger in der Unternehmensbilanz durch Bildung von Rückstellungen auszuweisen. Pensionsfonds verursachen (geringe) Zusatzkosten durch Insolvenzsicherungsbeiträge. Diese mindern jedoch die an den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVag) abzuführenden Beiträge um ca. 80 Prozent. Bei Auswahl der Unterstützungskasse fallen Aufwendungen für Beiträge an den PSVag und etwaige Verwaltungskosten an. Bei Vertragsabschluss ist auf den Ausschluss von Nachfinanzierungsrisiken bei vorzeitigem Ausscheiden eines Mitarbeiters zu achten. Gute Versicherer stellen Ihnen eine Auswahlmatrix zur Verfügung, die Ihnen die Entscheidung bezüglich der Betriebsrente erleichtert.


Für Arbeitgeber wichtige Kriterien bei Auswahl des Anlageproduktes sind:

  • Übernahme der Verwaltungsaufgaben durch den Versicherer,
  • Unterstützung bei der arbeitsrechtlichen Vertragsgestaltung (z. B. leistungs- oder bedarfsbezogene Versorgung anbelangend),
  • regelmäßige schriftliche Informationen der Mitarbeiter über erworbene
  • Anwartschaften der Betriebsrente unter Ausweis der Verrechnungsparameter.

Aufgrund der vielen Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge lohnt es, sich über deren Einführung nachzudenken.


 

Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern durch Gewährung einer Betriebsrente

  • ein finanziell interessantes Zusatzangebot unterbreiten,
  • die Lohnnebenkosten durch Sozialversicherungsfreiheit der Beiträge senken(anteilige Arbeitgeber-Sozialabgabenersparnis ca. 20 % pauschal – vereinfachtes Beispiel: Umwandlungsbetrag 2.856,00 Euro jährlich (4 % gemäß § 1a Abs. 1 BetrAVG | Rentenbemessungsgrundlage/West  2014 = 71.400 Euro) = Ersparnis 571,20 Euro Sozialabgaben Arbeitgeberanteil),
  • gewinnbringende Umwandlung von Überstunden in eine attraktive Altersvorsorge anbieten,
  • die Motivation und Betriebsbindung ihrer Mitarbeiter durch eine zusätzliche Altersvorsorge erhöhen und
  • aufgrund der Mitarbeiterfürsorge einen auch nach außen wirkenden Imagegewinn erzielen.

 

Hinweispflicht des Arbeitgebers auf Möglichkeit zur Entgeltumwandlung

Besteht Anspruch auf Schadenersatz, wenn Arbeitgeber nicht über die Möglichkeit der Entgeltumwandlung informieren?

Mit dieser Frage hat sich das Bundesarbeitsgericht auseinandergesetzt:

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis stehenden Interessen des Arbeitnehmers zu wahren. Diesen Nebenpflichten ist soweit nachzukommen, wie dies unter Berücksichtigung der Interessen der Vertragspartner nach Treu und Glauben verlangt werden kann. Die einhergehende Schutz- und Rücksichtnahmepflicht umfasst auch die Vermögensinteressen des Arbeitgebers (BAG, 21.11.2000 – 3 AZR 13/00).

Hieraus könnte sich eine Pflicht des Arbeitgebers ableiten, den Arbeitnehmer von sich aus auf den Anspruch auf Entgeltumwandlung nach § 1a BetrAVG hinzuweisen.

Ergebnis: Entgeltumwandlung – keine Hinweispflicht des Arbeitgebers

Nach Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts besteht eine derartige Hinweispflicht jedoch nicht. Aus Sinn und Zweck des § 1a BetrAVG kann nach Auffassung der Richter keine entsprechende arbeitgeberseitige Pflicht hergeleitet werden. Dem Wortlaut vorgenannter Norm ist eine entsprechende Hinweispflicht nicht zu entnehmen. Aus den Fürsorgepflichten des Arbeitgebers läßt sich keine grundsätzliche Pflicht herleiten, dass dieser den Arbeitnehmer über seinen gesetzlich geregelten Anspruch auf Entgeltumwandlung zu informieren hat. Ein Anspruch auf Schadenersatz läßt sich aus der unterbliebenen Aufklärung nicht herleiten. (BAG, 21.1.2014, 3 AZR 807/11).

Fazit:

Die betriebliche Übung, den Mitarbeiter eine Erklärung über die erfolgte Aufklärung bezüglich des Anspruches auf Entgeltumwandlung unterzeichnen zu lassen, kann entfallen.

Näheres erfahren Sie aus der Pressemitteilung Nr. 3/14 vom 21.01.2014 des Bundesarbeitsgerichtes.


– Bundesweite Beratung und Terminwahrnehmung –

Rentenberatung Martin Ziemann | Klaus-Groth-Strasse 8 | 23843 Bad Oldesloe

Telefon: 04531-8976249 | Telefax: 04531-8941328

E-Mail: epost@rentenberatung-ziemann.de


 

Kostenfreie Ersteinschätzung
 
Teilen Sie bitte Ihr Anliegen auf diesem Formular mit. Gerne rufe ich Sie zurück oder übersende Ihnen eine E-Mail mit einer Ersteinschätzung. Es entstehen Ihnen hierfür keine Kosten.

Bitte tragen Sie Ihren Namen ein

Ihre E-Mail-Adresse (für Rückantwort)

Ihre Telefonnummer (bei Rückrufwunsch)

Ihre Nachricht